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Presse

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Alben von Erde brennt | Flickr

1. Presseaussendung 16.11.2022

Erde Brennt: Studierende besetzen Hörsaal an Uni Wien

Wien, 16.11.2022 – Studierende besetzen seit heute Mittag den Hörsaal C1 am Campus der Universität Wien (Hof 2). Unter dem Namen „Erde Brennt“ fordern sie einen radikalen Systemwandel, um die soziale Krise, die Krise im Bildungsbereich und die Klimakrise zu überwinden. Konkret braucht es zum Beispiel mehr Geld für Hochschulen, das Aus für fossile Energieträger und eine Steuer auf Vermögen und Übergewinne. 

“Die Erde brennt! In den letzten Jahren folgte eine Krise auf die andere. Ein Weiter-wie-bisher ist einfach nicht mehr möglich, weder an der Universität noch im Sozialbereich noch in der Klimapolitik”, sagt Amina Guggenbichler, Studentin, Sozialarbeiterin und Sprecherin von Erde Brennt Wien.

“Wir sind Teil der weltweiten Bewegung End Fossil. Auf der ganzen Welt werden gerade Schulen und Universitäten besetzt – auch hier in Wien, und bald außerdem in Salzburg und Innsbruck.  Was uns verbindet, ist der Kampf für soziale Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit”,so Guggenbichler weiter. 

“Hier an der Uni sollen wir uns auf die Zukunft vorbereiten und Lösungen für unsere Gesellschaft finden. Aber durch die Teuerungen, den steigenden Leistungsdruck und Corona ist Studieren für viele unmöglich geworden. Akademiker*innenkinder beginnen in Österreich dreimal so oft ein Studium wie Arbeiter*innenkinder, doch statt das zu ändern, macht es uns die Regierung immer schwerer”, so Bruno Sanzenbacher, Student*in und Sprecher*in für Erde Brennt.

Die Studierenden wollen den besetzten Hörsaal nutzen, um sich aktiv mit den Krisen auseinanderzusetzen – offen für alle. Um 18:30 werden sie im besetzten Hörsaal an der Uni Wien mit den Professor*innen Ulli Brand, Eva Horn, Annemarie Steidl und Stefan Dullinger darüber diskutieren, was sich an den Hochschulen und in der Gesellschaft ändern muss. 

“Dass sich etwas ändern muss, liegt auf der Hand – und deshalb werden die Proteste weitergehen. Denn einer Politik, die auf Ausbeutung und fossiler Zerstörung beruht, wollen wir nicht länger zusehen”, so Sanzenbacher abschließend.

Link für Fotos und Videos: https://flic.kr/s/aHBqjAftKN

Presseaussendung Existenzbedrohendes Hochschulbudget- 17.11.2022

Erde Brennt: Existenzbedrohendes Hochschulbudget zeigt, wie notwendig Uni-Protest ist

Wien, 17.11.2022 – Seit gestern sind Universitätshörsäle in Wien, Salzburg und Innsbruck besetzt. Immer mehr Studierende schließen sich den Erde-Brennt-Protesten an und fordern umfassende und systemische Veränderungen angesichts der aktuellen Krisen. Eine der Forderungen ist es, Hochschulfinanzierung zu sichern: 150 Millionen sind nicht genug!

“Die Budgetdebatte im Nationalrat zeigt, wie nötig dieser Protest ist, denn die Regierung weigert sich noch immer, die Universitäten angemessen zu finanzieren. Der Budgetentwurf ist lächerlich niedrig und existenzbedrohend. Damit ist nicht einmal der laufende Betrieb gesichert, wie die geplante einmonatige Schließung der TU Wien zeigt – diese Politik werden wir nicht akzeptieren”, sagt Amina Guggenbichler, Sprecherin von Erde Brennt Wien.

“Die Regierung setzt unsere Zukunft aufs Spiel. Auf der Klimakonferenz in Ägypten betreibt sie Greenwashing statt ernsthafter Klimapolitik, im Nationalrat schlägt sie ein Budget vor, das angemessene Lehre unmöglich macht – und von sozial gerechtem Zugang zu Bildung für alle ist nicht einmal die Rede. Während nicht nur wir, sondern auch Menschen verschiedener Berufsgruppen für soziale Gerechtigkeit protestieren, schaut die Regierung weg und lässt die OMV Milliardengewinne einstreichen. Unsere Antwort: Protest. Immer lauter, immer bunter, immer mehr. Denn so kann es nicht weitergehen“, so Bruno Sanzenbacher, Sprecher*in von Erde Brennt Wien.